Ist es tatsächlich so schwierig, "Sean Penn" zu sagen?
Beim Versuch, den Vornamen des Oscar-Preisträgers zu artikulieren, entstehen Varianten, die von "John" bis zu "Jean" reichen.
Avanti dilettanti!
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Sonntag, 8. März 2009
Donnerstag, 25. September 2008
s-Fehler oder High S[au]ciety?
Wieso sagen eigentlich sämtliche deutschsprachigen Fernsehköche "Sose" mit stimmhaftem s-Laut zu Beginn der zweiten Silbe?
Handelt es sich dabei etwa um eine fachsprachliche Artikulation von Soße/Sauce, ähnlich der von Glosse?
Oder können die wirklich alle kein Französisch?
Handelt es sich dabei etwa um eine fachsprachliche Artikulation von Soße/Sauce, ähnlich der von Glosse?
Oder können die wirklich alle kein Französisch?
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Donnerstag, 12. Juni 2008
Kühner Ast und Merte-Sacker?
Heute morgen sorgte ein MDR-info-Radiosprecher für Amüsement:
Er sprach zunächst von der Grünen-Politikerin "Kün-ast" und wenig später dann vom Fußballer Per "Merte-sacker". Da ist wohl offensichtlich die Silbengrenze etwas "verrutscht"... Vermutlich versuchte er, sich an den vermeintlichen Morphemgrenzen zu orientieren. Allerdings ist gerade bei Namen die Bedeutung der einzelnen Morpheme gegenwartssprachlich häufig verdunkelt und damit oft nur noch für Etymologen erschließbar.
Obwohl, bei "Mertesacker" liegt der Bezug zur landwirtschaftlichen Anbaufläche doch näher als zu einem ominösen Nomen agentis "xy-Sacker", oder?
Auch wenn ich mich ein wenig erheitere über diese Sprachpannen, sind mir solcherlei Schwierigkeiten keineswegs völlig fremd: Besonders bei der Artikulation von Ortsnamen des süddeutschen Raums stelle ich mir bisweilen die Frage nach der korrekten Silbengrenze. Beispiel gefällig? - Bitte schön: "Künzelsau"! Oder: "Neckarsulm". Bei letzterem erfuhr ich erst vor wenigen Wochen, daß es sich dabei nicht um einen in Neckarnähe gelegenen Ableger Ulms handelt. Oder falls doch, daß er jedenfalls nicht so ausgesprochen wird.
Was dem Ahnungslosen wahrhaft kompliziert erscheint, findet der Ortskundige einfach nur zum Schmunzeln... Wenn er sich nicht gar darüber verwundert, wie man überhaupt auf eine dermaßen abwegige Idee kommen konnte.
Er sprach zunächst von der Grünen-Politikerin "Kün-ast" und wenig später dann vom Fußballer Per "Merte-sacker". Da ist wohl offensichtlich die Silbengrenze etwas "verrutscht"... Vermutlich versuchte er, sich an den vermeintlichen Morphemgrenzen zu orientieren. Allerdings ist gerade bei Namen die Bedeutung der einzelnen Morpheme gegenwartssprachlich häufig verdunkelt und damit oft nur noch für Etymologen erschließbar.
Obwohl, bei "Mertesacker" liegt der Bezug zur landwirtschaftlichen Anbaufläche doch näher als zu einem ominösen Nomen agentis "xy-Sacker", oder?
Auch wenn ich mich ein wenig erheitere über diese Sprachpannen, sind mir solcherlei Schwierigkeiten keineswegs völlig fremd: Besonders bei der Artikulation von Ortsnamen des süddeutschen Raums stelle ich mir bisweilen die Frage nach der korrekten Silbengrenze. Beispiel gefällig? - Bitte schön: "Künzelsau"! Oder: "Neckarsulm". Bei letzterem erfuhr ich erst vor wenigen Wochen, daß es sich dabei nicht um einen in Neckarnähe gelegenen Ableger Ulms handelt. Oder falls doch, daß er jedenfalls nicht so ausgesprochen wird.
Was dem Ahnungslosen wahrhaft kompliziert erscheint, findet der Ortskundige einfach nur zum Schmunzeln... Wenn er sich nicht gar darüber verwundert, wie man überhaupt auf eine dermaßen abwegige Idee kommen konnte.
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Montag, 19. Mai 2008
Gespannte Kurzvokale, Teil III
Es heißt nicht "Choohlera", sondern Cholera!
Auf daß endlich jemand den Verblendeten Erleuchtung verschaffe...
Auf daß endlich jemand den Verblendeten Erleuchtung verschaffe...
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Samstag, 26. April 2008
Ahmadinedschad, phonetisch
Das "h" in Mahmud Ahmadinedschad ist kein Dehnungszeichen (*[ma:ˈmu:d a:madi:neˈʒa:d]), sondern steht für einen stimmhaften laryngalen (bzw. glottalen) Frikativ, also einen Reibelaut, der durch gegenseitige Annäherung der Stimmlippen aneinander produziert wird.
IPA-Transkription des Vor- und Nachnamens: [mæɦˈmu:d æɦmædi:neˈʒɔ:d]
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mahmud_Ahmadinedschad)
Für einen Nicht-Arabisch- (bzw. Nicht-Persisch-)Sprecher ist es zweifelsohne nicht unproblematisch, diesen Laut zu artikulieren. Für diesen Fall empfiehlt es sich, anstelle des stimmhaften laryngalen Frikativs einen stimmlosen uvularen Frikativ (= Ach-Laut) zu produzieren.
Wie ich auf dieses Thema komme? - Ich sage nur: Schöne Grüße an mdr info!
IPA-Transkription des Vor- und Nachnamens: [mæɦˈmu:d æɦmædi:neˈʒɔ:d]
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mahmud_Ahmadinedschad)
Für einen Nicht-Arabisch- (bzw. Nicht-Persisch-)Sprecher ist es zweifelsohne nicht unproblematisch, diesen Laut zu artikulieren. Für diesen Fall empfiehlt es sich, anstelle des stimmhaften laryngalen Frikativs einen stimmlosen uvularen Frikativ (= Ach-Laut) zu produzieren.
Wie ich auf dieses Thema komme? - Ich sage nur: Schöne Grüße an mdr info!
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Montag, 7. April 2008
Liebliches Libyen, am Bache so rein...
Wieder einmal ergeht sich das Mammut an dieser Stelle in Medienkritik bzw. -schelte:
Mit anzuhören, wie absolut unkundige Möchtegern-Journalisten die Namen arabischer Staaten verhunzen, ist ein höchst zweifelhaftes Vergnügen, auf das ich gern verzichten würde.
Fall 1: Bahrain. Der Name des Königreichs im Persischen Golf wird oftmals einfach deutsch ausgesprochen, d. h. so wie er sich schreibt, mit einem langen "a", wobei das "h" als Dehnungszeichen interpretiert wird. Dem Durchschnittsbürger ist dies nicht zu verübeln, wer kennt schon alle Länder der Welt, aber von einem Medienvertreter darf man - denke ich - etwas mehr an (Aus-)Bildung erwarten.
Womöglich dünken sich diejenigen, die dergleichen sagen, auch noch im Recht, alldieweil Bahrain im Englischen [ba:ˈreɪn] artikuliert wird, also ebenfalls mit langem "a", ohne "h".
Das mag für das Englische richtig sein, da dieses nicht über einen velaren bzw. uvularen stimmlosen Frikativ (= Ach-Laut) verfügt. Das Deutsche hingegen zählt jenen sehr wohl zu seinen Sprachlauten, deshalb orientiert sich die deutsche Aussprache von Bahrain an der arabischen und lautet somit [baχˈraɪ̯n], mit einem Ach-Laut wie in Bach.
Fall 2: Libyen. Die Artikulation dieses Ländernamens wird zugegebenermaßen durch die im Deutschen ungewöhnliche Schreibung erschwert. Infolgedessen mutiert der nordafrikanische Staat nicht selten zu "Lybien", weil der Sprecher einfach nicht mehr weiß, "ob das 'y' nun vorn oder hinten steht". Im Gegensatz zu dem Personennamen Sibylle, der (wenngleich fälschlich) auch Sybille lauten kann, ist bei Libyen allerdings keine Vertauschung von "i" und "y" zulässig. Es sollte folglich entweder [ˈli:byən] oder [ˈli:biən] heißen, mit langem "i" in der ersten Silbe und kurzem "y" bzw. "i" in der zweiten.
Mögen den meisten Deutschen Libyen und Bahrain auch völlig gleichgültig sein, so gebietet es doch der Respekt vor anderen Völkern und deren Kultur, daß wir uns die (durchaus überschaubare) Mühe machen und die Namen fremder Staaten korrekt aussprechen.
Der Bach, der ist des Müllers Freund,
Und hellblau Liebchens Auge scheint...
Mit anzuhören, wie absolut unkundige Möchtegern-Journalisten die Namen arabischer Staaten verhunzen, ist ein höchst zweifelhaftes Vergnügen, auf das ich gern verzichten würde.
Fall 1: Bahrain. Der Name des Königreichs im Persischen Golf wird oftmals einfach deutsch ausgesprochen, d. h. so wie er sich schreibt, mit einem langen "a", wobei das "h" als Dehnungszeichen interpretiert wird. Dem Durchschnittsbürger ist dies nicht zu verübeln, wer kennt schon alle Länder der Welt, aber von einem Medienvertreter darf man - denke ich - etwas mehr an (Aus-)Bildung erwarten.
Womöglich dünken sich diejenigen, die dergleichen sagen, auch noch im Recht, alldieweil Bahrain im Englischen [ba:ˈreɪn] artikuliert wird, also ebenfalls mit langem "a", ohne "h".
Das mag für das Englische richtig sein, da dieses nicht über einen velaren bzw. uvularen stimmlosen Frikativ (= Ach-Laut) verfügt. Das Deutsche hingegen zählt jenen sehr wohl zu seinen Sprachlauten, deshalb orientiert sich die deutsche Aussprache von Bahrain an der arabischen und lautet somit [baχˈraɪ̯n], mit einem Ach-Laut wie in Bach.
Fall 2: Libyen. Die Artikulation dieses Ländernamens wird zugegebenermaßen durch die im Deutschen ungewöhnliche Schreibung erschwert. Infolgedessen mutiert der nordafrikanische Staat nicht selten zu "Lybien", weil der Sprecher einfach nicht mehr weiß, "ob das 'y' nun vorn oder hinten steht". Im Gegensatz zu dem Personennamen Sibylle, der (wenngleich fälschlich) auch Sybille lauten kann, ist bei Libyen allerdings keine Vertauschung von "i" und "y" zulässig. Es sollte folglich entweder [ˈli:byən] oder [ˈli:biən] heißen, mit langem "i" in der ersten Silbe und kurzem "y" bzw. "i" in der zweiten.
Mögen den meisten Deutschen Libyen und Bahrain auch völlig gleichgültig sein, so gebietet es doch der Respekt vor anderen Völkern und deren Kultur, daß wir uns die (durchaus überschaubare) Mühe machen und die Namen fremder Staaten korrekt aussprechen.
Der Bach, der ist des Müllers Freund,
Und hellblau Liebchens Auge scheint...
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Donnerstag, 24. Januar 2008
Nachtrag: Anziehend Anzügliches
Gestern ist es wieder passiert. Da sagt doch jemand: "Zieh dir die Brille auf!" - Hallo, "aufziehen" kann man eine Uhr, ein Spielzeugauto, eine Show ("groß aufziehen") oder auch eine Person ("jndn. mit etwas aufziehen"). Brillen werden aufgesetzt, Pullover übergezogen!
Wie hieß das so schön? - "Sie sind Deutsche(r), also können Sie Deutsch."
Ach, wenn dem doch immer so wäre!
Wie hieß das so schön? - "Sie sind Deutsche(r), also können Sie Deutsch."
Ach, wenn dem doch immer so wäre!
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Samstag, 19. Januar 2008
Wider die Zerdehnung der gespannten Kurzvokale!
Es heißt nicht "Schooohkolade", sondern "Schokolade", nicht "Krooohkodil", sondern "Krokodil", nicht "Pooohlitik", sondern "Politik", und auch nicht "Pooohlizei", sondern "Polizei"!!!
Und liebe Frau Sonia Mikich vom WDR-Magazin Monitor: Es heißt nicht "Mooohnitor"!
Anstelle eines Kurzvokals einen Langvokal zu artikulieren, zeugt weder von Vornehmheit noch von geistiger Überlegenheit, es ist schlichtweg falsch!
Doch es gibt auch positive Ausnahmen: Mein Dank gilt den Kollegen von arte, die eine "Dokumentation" auch als solche ankündigen.
Und liebe Frau Sonia Mikich vom WDR-Magazin Monitor: Es heißt nicht "Mooohnitor"!
Anstelle eines Kurzvokals einen Langvokal zu artikulieren, zeugt weder von Vornehmheit noch von geistiger Überlegenheit, es ist schlichtweg falsch!
Doch es gibt auch positive Ausnahmen: Mein Dank gilt den Kollegen von arte, die eine "Dokumentation" auch als solche ankündigen.
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