Armer handlungsunfähiger UN-Sicherheitsrat! Da müht man sich nach Kräften, den Atombösewicht Nordkorea zu ächten, verurteilt sogar einstimmig dessen Aktivitäten und ... nichts!
Diktator Kim Jong-Il läßt trotzig weiter eine Rakete nach der anderen testen.
Ich bin gespannt auf die hohen Künste der Diplomatie, die daran etwas ändern sollen!
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Dienstag, 26. Mai 2009
Sonntag, 5. April 2009
Emanzipation per Sprachregelung?
Noch immer gibt es Personen, die glauben, die Gleichberechtigung von Mann und Frau ließe sich über pseudokorrekte Formulierungen erzwingen.
So der Bundesverkehrsminister Tiefensee. Er sprach in der vergangenen Woche wiederholt vom "neuen Bahnchef oder der neuen Bahnchefin".
Und das Ende vom Lied: Natürlich ist die "neue Bahnchefin" ein Mann!
Hatte das ernstlich jemand bezweifelt?
Gab es auch nur eine Frau, die tatsächlich in der engeren Auswahl für einen solchen Spitzenposten gewesen wäre?
Wohl kaum.
So der Bundesverkehrsminister Tiefensee. Er sprach in der vergangenen Woche wiederholt vom "neuen Bahnchef oder der neuen Bahnchefin".
Und das Ende vom Lied: Natürlich ist die "neue Bahnchefin" ein Mann!
Hatte das ernstlich jemand bezweifelt?
Gab es auch nur eine Frau, die tatsächlich in der engeren Auswahl für einen solchen Spitzenposten gewesen wäre?
Wohl kaum.
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Dienstag, 2. Dezember 2008
Viel Lärm um nichts
Welch unsinniger Vorwurf, die DDR-CDU habe sich nicht für den Umweltschutz engagiert.
Das tut die vereinte Union auch heute nicht, siehe Pläne zur Verschiebung der Klimaschutzziele oder zum "Ausstieg aus dem Atomausstieg".
Darum heißt die Partei ja auch CDU, und nicht "Die Grünen".
Wen wundert's also? Oder wäre es besser, die Christdemokraten hätten Rückschritte in ihrer Entwicklung gemacht, so sie sich schon nicht weiterentwickeln?
Und der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich war "Stellvertretender Vorsitzender beim Rat des Kreises"? - Wen kümmert's, außer denen, die ihm damals diesen einflußreichen Posten neideten und deshalb meinen, er müsse heute dafür Buße tun?
Lauter heiße Luft...
Das tut die vereinte Union auch heute nicht, siehe Pläne zur Verschiebung der Klimaschutzziele oder zum "Ausstieg aus dem Atomausstieg".
Darum heißt die Partei ja auch CDU, und nicht "Die Grünen".
Wen wundert's also? Oder wäre es besser, die Christdemokraten hätten Rückschritte in ihrer Entwicklung gemacht, so sie sich schon nicht weiterentwickeln?
Und der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich war "Stellvertretender Vorsitzender beim Rat des Kreises"? - Wen kümmert's, außer denen, die ihm damals diesen einflußreichen Posten neideten und deshalb meinen, er müsse heute dafür Buße tun?
Lauter heiße Luft...
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Freitag, 21. November 2008
Skandalös
Die EU kann sich nicht dazu durchringen, einen Militäreinsatz im Ostkongo zu beschließen.
Macht ja auch nichts, daß täglich Menschen Opfer mörderischer Milizen werden oder an Hunger und Vertreibung zugrunde gehen. Hauptsache, wir sind in Afghanistan präsent, weil dort eine wichtige Öl-Pipeline verläuft. Oder sollte die Sicherheitslage in Zentralafrika etwa weniger gefährlich sein? Von Darfur im Sudan ganz zu schweigen...
Diese menschenverachtende Gleichgültigkeit gegenüber Afrika ist empörend, noch dazu, wo die heutigen Konflikte zum Großteil Konsequenz der europäischen Kolonialpolitik sind.
Und die Kongolesen bitten Europa ausdrücklich um - militärische, nicht humanitäre - Hilfe! Statt dessen sind UN-Friedenstruppen vor Ort, die kein Mandat haben, in den Konflikt zwischen Regierungsarmee und Milizen einzugreifen.
Wo bleibt eigentlich der selbsternannte Weltpolizist USA?
Macht ja auch nichts, daß täglich Menschen Opfer mörderischer Milizen werden oder an Hunger und Vertreibung zugrunde gehen. Hauptsache, wir sind in Afghanistan präsent, weil dort eine wichtige Öl-Pipeline verläuft. Oder sollte die Sicherheitslage in Zentralafrika etwa weniger gefährlich sein? Von Darfur im Sudan ganz zu schweigen...
Diese menschenverachtende Gleichgültigkeit gegenüber Afrika ist empörend, noch dazu, wo die heutigen Konflikte zum Großteil Konsequenz der europäischen Kolonialpolitik sind.
Und die Kongolesen bitten Europa ausdrücklich um - militärische, nicht humanitäre - Hilfe! Statt dessen sind UN-Friedenstruppen vor Ort, die kein Mandat haben, in den Konflikt zwischen Regierungsarmee und Milizen einzugreifen.
Wo bleibt eigentlich der selbsternannte Weltpolizist USA?
Donnerstag, 6. November 2008
This is not America
Allgemeiner Jubel: Barack Obama wird tatsächlich neuer Präsident der USA!
Wir sehen Bilder begeisterter Amerikaner, die vor Freude tanzen, weinen und sich in den Armen liegen, nachdem sie zuvor in langen Schlangen vor den Wahllokalen gestanden hatten, um den vielbeschworenen Wandel herbeizuführen.
Statt diesen Anblick nun aber einfach zu genießen, ereifern sich die hiesigen Medien über den Mangel an adäquater Leidenschaft für Politik und deren Vertreter in Deutschland. Warum Wahlkampf bei uns so wenig mit Show und Massenhysterie zu tun habe. Ob es uns wohl an Begeisterungsfähigkeit fehle.
An dieser Stelle Dank an den Herausgeber der ZEIT, Josef Joffe, der freundlich darauf hinwies, daß jener mutmaßliche Mangel historisch bedingt sei. Das "3. Reich" und die Verwerfungen des Nationalsozialismus hätten zur Genüge gezeigt, wie anfällig die deutsche Bevölkerung für Manipulation und blinden Emotionsüberschwang ist.
Will man uns jetzt einen Vorwurf daraus machen, daß wir infolge dieser Ereignisse in der Vergangenheit scheinbar unkontrollierten Gefühlsausbrüchen skeptisch gegenüberstehen?
Deutschland fällt eben stets von einem Extrem ins andere. Ist unsere Bevölkerung kollektiv ein Fall für die Couch?
Dieser Hang zur Selbstzerfleischung wirkt bisweilen schon pathologisch... Warum können wir uns nicht völlig unbefangen mitfreuen?
Es muß wohl doch an der Mentalität liegen.
Wir sehen Bilder begeisterter Amerikaner, die vor Freude tanzen, weinen und sich in den Armen liegen, nachdem sie zuvor in langen Schlangen vor den Wahllokalen gestanden hatten, um den vielbeschworenen Wandel herbeizuführen.
Statt diesen Anblick nun aber einfach zu genießen, ereifern sich die hiesigen Medien über den Mangel an adäquater Leidenschaft für Politik und deren Vertreter in Deutschland. Warum Wahlkampf bei uns so wenig mit Show und Massenhysterie zu tun habe. Ob es uns wohl an Begeisterungsfähigkeit fehle.
An dieser Stelle Dank an den Herausgeber der ZEIT, Josef Joffe, der freundlich darauf hinwies, daß jener mutmaßliche Mangel historisch bedingt sei. Das "3. Reich" und die Verwerfungen des Nationalsozialismus hätten zur Genüge gezeigt, wie anfällig die deutsche Bevölkerung für Manipulation und blinden Emotionsüberschwang ist.
Will man uns jetzt einen Vorwurf daraus machen, daß wir infolge dieser Ereignisse in der Vergangenheit scheinbar unkontrollierten Gefühlsausbrüchen skeptisch gegenüberstehen?
Deutschland fällt eben stets von einem Extrem ins andere. Ist unsere Bevölkerung kollektiv ein Fall für die Couch?
Dieser Hang zur Selbstzerfleischung wirkt bisweilen schon pathologisch... Warum können wir uns nicht völlig unbefangen mitfreuen?
Es muß wohl doch an der Mentalität liegen.
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Freitag, 24. Oktober 2008
Bildungsmisere
Der Fluch des Föderalismus: Die Kultusminister der Länder schaffen es nicht, sich auf eine nationale Bildungsstrategie zu einigen.
Also werden in manchen Bundesländern Schüler auch weiterhin mit "Turbo-Abitur" und 50 Wochenstunden Arbeitsaufwand malträtiert, während andere entspannt nach 13 Jahren ihre Hochschulreife erlangen. Burn-out oder Bummelabiturient - was für eine Wahl!
Hauptsache, man muß nicht auf das verpönte Bildungs-Modell der DDR zurückgreifen. Auch wenn es sich bewährt hat und von unser aller Lieblingsvorbild Finnland erfolgreich kopiert wurde. Ja, man kann auch in 12 Jahren Schulzeit alles Notwendige lernen (einschließlich Naturwissenschaften), ohne sämtliche Freizeitaktivitäten wie Sport oder soziales Engagement auf null zu reduzieren. Man sollte dafür einmal konsequent die Lehrpläne entrümpeln, statt ständig neue Inhalte aufzunehmen.
Welcher Schüler merkt sich heutzutage schon noch ein Leben lang all das für die Prüfung auswendig Gelernte? Kaum einer. Es muß wohl am didaktischen Sachverstand der früheren Lehrer gelegen haben, daß die ältere Generation bis heute Gedichte, Lieder oder mathematische Lehrsätze aufsagen kann. Oder waren unsere Eltern einfach fleißiger und lernten mehr? Oder ist es am Ende die vielfach gescholtene mediale Reizüberflutung, die Kinderhirne überansprucht und zur dauerhaften Verwahrung relevanter Informationen untauglich macht?
Was auch immer die Gründe sein mögen, fest steht jedenfalls, daß eine gemeinsam abgestimmte Vorgehensweise der Länder dringend vonnöten wäre, um das deutsche Bildungssystem international konkurrenzfähig zu erhalten.
Aber außer einer mißglückten - und daher zum Teil zurückgenommenen - "Rechtschreibreform", die den Namen nicht verdient, bringt die Kultusministerkonferenz anscheinend nichts zustande.
Expecting your final decision...
Also werden in manchen Bundesländern Schüler auch weiterhin mit "Turbo-Abitur" und 50 Wochenstunden Arbeitsaufwand malträtiert, während andere entspannt nach 13 Jahren ihre Hochschulreife erlangen. Burn-out oder Bummelabiturient - was für eine Wahl!
Hauptsache, man muß nicht auf das verpönte Bildungs-Modell der DDR zurückgreifen. Auch wenn es sich bewährt hat und von unser aller Lieblingsvorbild Finnland erfolgreich kopiert wurde. Ja, man kann auch in 12 Jahren Schulzeit alles Notwendige lernen (einschließlich Naturwissenschaften), ohne sämtliche Freizeitaktivitäten wie Sport oder soziales Engagement auf null zu reduzieren. Man sollte dafür einmal konsequent die Lehrpläne entrümpeln, statt ständig neue Inhalte aufzunehmen.
Welcher Schüler merkt sich heutzutage schon noch ein Leben lang all das für die Prüfung auswendig Gelernte? Kaum einer. Es muß wohl am didaktischen Sachverstand der früheren Lehrer gelegen haben, daß die ältere Generation bis heute Gedichte, Lieder oder mathematische Lehrsätze aufsagen kann. Oder waren unsere Eltern einfach fleißiger und lernten mehr? Oder ist es am Ende die vielfach gescholtene mediale Reizüberflutung, die Kinderhirne überansprucht und zur dauerhaften Verwahrung relevanter Informationen untauglich macht?
Was auch immer die Gründe sein mögen, fest steht jedenfalls, daß eine gemeinsam abgestimmte Vorgehensweise der Länder dringend vonnöten wäre, um das deutsche Bildungssystem international konkurrenzfähig zu erhalten.
Aber außer einer mißglückten - und daher zum Teil zurückgenommenen - "Rechtschreibreform", die den Namen nicht verdient, bringt die Kultusministerkonferenz anscheinend nichts zustande.
Expecting your final decision...
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Mittwoch, 15. Oktober 2008
Autosuggestion
Da hat nun also die Bundesregierung ein 500-Milliarden-Euro Hilfs- und Rettungspaket für die taumelnden Banken geschnürt, die Aktienkurse steigen wieder zaghaft - und dennoch werden die ewigen Skeptiker nicht müde, die große Krise zu beschreien:
"Deutschland am Rande einer Rezession", jaulen sie, und es ist, als versetzten sie damit der lahmenden Konjunktur den Todesstoß.
Liebe Berufspessimisten, schon mal drüber nachgedacht, daß negative Nachrichten und omnipräsente "Befürchtungen" nichts anderes als schlechte Ergebnisse zeitigen werden? - Quasi ein Automatismus.
Warum nicht alternativ ein positives Signal setzen, voller Zuversicht und Optimismus, um sich dann von dessen durchschlagender Wirkung verblüffen zu lassen?
Alles eine Frage der Einstellung.
"Deutschland am Rande einer Rezession", jaulen sie, und es ist, als versetzten sie damit der lahmenden Konjunktur den Todesstoß.
Liebe Berufspessimisten, schon mal drüber nachgedacht, daß negative Nachrichten und omnipräsente "Befürchtungen" nichts anderes als schlechte Ergebnisse zeitigen werden? - Quasi ein Automatismus.
Warum nicht alternativ ein positives Signal setzen, voller Zuversicht und Optimismus, um sich dann von dessen durchschlagender Wirkung verblüffen zu lassen?
Alles eine Frage der Einstellung.
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Mittwoch, 8. Oktober 2008
Unkenrufe...
Ich kann es nicht mehr hören: jeden Tag neue Hiobsbotschaften von der Börsenfront. Dax im Keller, Nikkei-Index ebenso, Banken kurz vor der Pleite.
Und als würde das nicht reichen, die mediale Panikmache: "Steht uns eine neue Weltwirtschaftskrise bevor?" Der Goldpreis steige stetig. "Verkaufen Sie Ihre Aktien und Fondsanteile!" Jeder vierte Deutsche habe bei seiner Bank angerufen, um zu erfragen, ob seine Ersparnisse sicher seien. Was will man uns damit bedeuten? "Ihr anderen drei sorgt Euch wohl nicht um Euer Geld, daß Ihr nicht anruft?"
Vielleicht haben auch drei von vier Deutschen kein oder zumindest nicht genügend Spargeld, als daß Befürchtungen darum sich lohnten? Oder werden von anderen, viel profaneren Sachverhalten in Beschlag genommen, zum Beispiel der Frage, wovon die Heizkosten für den Winter zu bestreiten seien? Spätestens, wenn die Rechnung für den gefüllten Gas- oder Öltank ins Haus flattert, hat sich das Thema "Geld auf dem Sparkonto" ohnehin erledigt.
Und überhaupt: Ca. 90% der deutschen Unternehmen seien nicht-börsennotierte Mittelständler. Die nach Expertenmeinung über ausreichend Kapitaldeckung verfügen, um auch eine mittelfristige Verknappung von Krediten ohne Liquiditätsprobleme überstehen zu können. Zudem hielten nur rund 10% der Bevölkerung Aktien, weshalb auch die Berichterstattung von der Börse nur eine Minderheit tangieren müsse. Wie sagte Rudolf Dreßler so schön: "Die Börse hat nichts mit der realen Wirtschaft zu tun."
Wie beruhigend.
Und als würde das nicht reichen, die mediale Panikmache: "Steht uns eine neue Weltwirtschaftskrise bevor?" Der Goldpreis steige stetig. "Verkaufen Sie Ihre Aktien und Fondsanteile!" Jeder vierte Deutsche habe bei seiner Bank angerufen, um zu erfragen, ob seine Ersparnisse sicher seien. Was will man uns damit bedeuten? "Ihr anderen drei sorgt Euch wohl nicht um Euer Geld, daß Ihr nicht anruft?"
Vielleicht haben auch drei von vier Deutschen kein oder zumindest nicht genügend Spargeld, als daß Befürchtungen darum sich lohnten? Oder werden von anderen, viel profaneren Sachverhalten in Beschlag genommen, zum Beispiel der Frage, wovon die Heizkosten für den Winter zu bestreiten seien? Spätestens, wenn die Rechnung für den gefüllten Gas- oder Öltank ins Haus flattert, hat sich das Thema "Geld auf dem Sparkonto" ohnehin erledigt.
Und überhaupt: Ca. 90% der deutschen Unternehmen seien nicht-börsennotierte Mittelständler. Die nach Expertenmeinung über ausreichend Kapitaldeckung verfügen, um auch eine mittelfristige Verknappung von Krediten ohne Liquiditätsprobleme überstehen zu können. Zudem hielten nur rund 10% der Bevölkerung Aktien, weshalb auch die Berichterstattung von der Börse nur eine Minderheit tangieren müsse. Wie sagte Rudolf Dreßler so schön: "Die Börse hat nichts mit der realen Wirtschaft zu tun."
Wie beruhigend.
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Nachtrag: Piraten!
Na also: Endlich hat die EU beschlossen, Marine gegen die Piraten vor der Küste Somalias einzusetzen.
Gewiß ist die Anmerkung korrekt, daß sich das Problem nur an Land wirksam und nachhaltig lösen lasse, weil die Seeräuber dort ihre Rückzugsgebiete hätten. Dazu fehle der EU jedoch die Befugnis.
Aber Präsenz zeigen ist immerhin besser, als gar nichts zu tun, oder? Wie lautet denn die Alternative? Die Hände in den Schoß legen und tatenlos zusehen, wie die Weltmeere zum rechtsfreien Raum werden?!
Wohl kaum...
Gewiß ist die Anmerkung korrekt, daß sich das Problem nur an Land wirksam und nachhaltig lösen lasse, weil die Seeräuber dort ihre Rückzugsgebiete hätten. Dazu fehle der EU jedoch die Befugnis.
Aber Präsenz zeigen ist immerhin besser, als gar nichts zu tun, oder? Wie lautet denn die Alternative? Die Hände in den Schoß legen und tatenlos zusehen, wie die Weltmeere zum rechtsfreien Raum werden?!
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Dienstag, 30. September 2008
Piraten!
Seit Wochen und Monaten werden am Horn von Afrika Schiffe gekapert und deren Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen.
Offenbar fühlt sich die internationale Staatengemeinschaft hierfür nicht zuständig. Oder warum gebietet dem räuberischen Treiben niemand Einhalt? Ist es wirklich weniger teuer, ständig horrende Lösegelder zu zahlen?
Bedauerlich auch, daß Piraterie für viele Einwohner des vom Bürgerkrieg zerstörten Somalia die einzig lohnenswerte Einnahmequelle zu sein scheint.
Kriminalität als Perspektive?
Offenbar fühlt sich die internationale Staatengemeinschaft hierfür nicht zuständig. Oder warum gebietet dem räuberischen Treiben niemand Einhalt? Ist es wirklich weniger teuer, ständig horrende Lösegelder zu zahlen?
Bedauerlich auch, daß Piraterie für viele Einwohner des vom Bürgerkrieg zerstörten Somalia die einzig lohnenswerte Einnahmequelle zu sein scheint.
Kriminalität als Perspektive?
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Samstag, 27. September 2008
Erster Chinese auf Weltraumspaziergang
Gut, die Chinesen untermauern ihren Anspruch, eine Weltmacht zu sein. Dazu gehört natürlich auch ein eigenes Raumfahrtprogramm.
Wirklich? Warum nur eifern die chinesischen Machthaber so besessen den anderen Großmächten USA und Rußland nach, die ebenfalls lieber Unsummen in die Erschließung und "Urbarmachung" des Alls investieren, als die notleidenden Teile ihrer Bevölkerung mit dem Grundlegendsten zu versorgen?
Aber ja, selbstredend ist die Bekämpfung von Elend und Armut nicht halb so schlagzeilenträchtig und prestigefördernd wie ein Astro-, Kosmo- oder Taikonaut, der schwerelos durchs Universum schwebt.
Und der nächste Schritt ist dann die eigene Weltraumstation. Hurra, noch mehr Schrott und Müll irdischer Abkunft in den endlosen Weiten des Alls! Als genügten die zahllosen Satelliten nicht.
Doch es gilt: gleiches Recht für alle! Was Europäer und Amerikaner dürfen, kann auch den Chinesen niemand verwehren.
Und hey: Angeblich dienen ja all diese Anstrengungen ohnehin nur Forschung und Wissenschaft. Denn womöglich braucht die Menschheit in nicht ach so ferner Zukunft tatsächlich einen "Ausweichplaneten", wenn sie die Erde vollends unbewohnbar gemacht haben wird.
So what...
Wirklich? Warum nur eifern die chinesischen Machthaber so besessen den anderen Großmächten USA und Rußland nach, die ebenfalls lieber Unsummen in die Erschließung und "Urbarmachung" des Alls investieren, als die notleidenden Teile ihrer Bevölkerung mit dem Grundlegendsten zu versorgen?
Aber ja, selbstredend ist die Bekämpfung von Elend und Armut nicht halb so schlagzeilenträchtig und prestigefördernd wie ein Astro-, Kosmo- oder Taikonaut, der schwerelos durchs Universum schwebt.
Und der nächste Schritt ist dann die eigene Weltraumstation. Hurra, noch mehr Schrott und Müll irdischer Abkunft in den endlosen Weiten des Alls! Als genügten die zahllosen Satelliten nicht.
Doch es gilt: gleiches Recht für alle! Was Europäer und Amerikaner dürfen, kann auch den Chinesen niemand verwehren.
Und hey: Angeblich dienen ja all diese Anstrengungen ohnehin nur Forschung und Wissenschaft. Denn womöglich braucht die Menschheit in nicht ach so ferner Zukunft tatsächlich einen "Ausweichplaneten", wenn sie die Erde vollends unbewohnbar gemacht haben wird.
So what...
Montag, 25. August 2008
Kaukasus II
So so, der russische Föderationsrat hat für die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens votiert.
Und was ist mit Tschetschenien?
Und was ist mit Tschetschenien?
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Mittwoch, 20. August 2008
Spielball Kaukasus
Ist den am Georgien-Konflikt beteiligten "Großmächten" eigentlich klar, wie inkonsequent ihre Positionen sind?
USA und EU befürworten die Erhaltung der territorialen Integrität Georgiens, einschließlich aller abtrünnigen Gebiete. Die Russen hingegen machen sich für die Souveränität Südossetiens stark.
Im Hinblick auf das Kosovo nehmen die Konfliktparteien seltsamerweise eine konträre Haltung ein: Hier fordert Rußland bis heute, die Einheit Serbiens solle gewahrt bzw. wiederhergestellt werden, während US-Amerikaner und Rest-Europäer entschieden für die Autonomie des kleinen Balkanlandes eintreten.
Was lernen wir daraus? - Politik wird nicht von Prinzipien und unumstößlichen Überzeugungen gelenkt, sondern einzig von kalkulierten Interessen und persönlichem Vorteil.
Nichts Neues also.
USA und EU befürworten die Erhaltung der territorialen Integrität Georgiens, einschließlich aller abtrünnigen Gebiete. Die Russen hingegen machen sich für die Souveränität Südossetiens stark.
Im Hinblick auf das Kosovo nehmen die Konfliktparteien seltsamerweise eine konträre Haltung ein: Hier fordert Rußland bis heute, die Einheit Serbiens solle gewahrt bzw. wiederhergestellt werden, während US-Amerikaner und Rest-Europäer entschieden für die Autonomie des kleinen Balkanlandes eintreten.
Was lernen wir daraus? - Politik wird nicht von Prinzipien und unumstößlichen Überzeugungen gelenkt, sondern einzig von kalkulierten Interessen und persönlichem Vorteil.
Nichts Neues also.
Freitag, 15. August 2008
Informationsdefizit
Heute eine Frage zum Georgien-Konflikt:
Warum kann niemand sagen, wer nun eigentlich schuld ist am Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Balkan?
- Das läßt sich nicht so leicht beantworten.
- Natürlich, da ist zum einen Rußland mit seinem neu erwachten Großmachtdenken, das die Eigenständigkeit Georgiens nicht akzeptieren will und deshalb die nach Autonomie strebenden Regionen Südossetien und Abchasien nur zu gern unterstützt. Auf der anderen Seite stehen die USA, die Anfang der Neunziger Jahre mitgeholfen haben, Georgien als unabhängigen Staat zu installieren, um für das aserbaidschanische Erdöl einen Korridor zum Schwarzen Meer zu schaffen. Und schließlich, mittendrin, befinden sich Georgien und seine abtrünnigen Provinzen, von konträren Interessen getrieben.
All dies ist bekannt.
Aber wer hat nun die derzeitige Eskalation herbeigeführt? Die Georgier, weil sie, wie die Russen behaupten, "ethnische Säuberungen" in Südossetien durchführten? Oder die Russen, indem sie sich in innergeorgische Angelegenheiten einmischten und versuchen, die georgische Regierung zu stürzen oder zumindest zu destabilisieren? Wer ist Aggressor und wer ist Opfer? Sind die Russen vielleicht doch die edlen Ritter, die den bedrängten Südosseten zu Hilfe eilen? Oder darf dies nicht wahr sein, weil die USA das Gegenteil verlautbaren?
Wo ist der neutrale Berichterstatter, der uns Aufklärung bringt?
Warum kann niemand sagen, wer nun eigentlich schuld ist am Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Balkan?
- Das läßt sich nicht so leicht beantworten.
- Natürlich, da ist zum einen Rußland mit seinem neu erwachten Großmachtdenken, das die Eigenständigkeit Georgiens nicht akzeptieren will und deshalb die nach Autonomie strebenden Regionen Südossetien und Abchasien nur zu gern unterstützt. Auf der anderen Seite stehen die USA, die Anfang der Neunziger Jahre mitgeholfen haben, Georgien als unabhängigen Staat zu installieren, um für das aserbaidschanische Erdöl einen Korridor zum Schwarzen Meer zu schaffen. Und schließlich, mittendrin, befinden sich Georgien und seine abtrünnigen Provinzen, von konträren Interessen getrieben.
All dies ist bekannt.
Aber wer hat nun die derzeitige Eskalation herbeigeführt? Die Georgier, weil sie, wie die Russen behaupten, "ethnische Säuberungen" in Südossetien durchführten? Oder die Russen, indem sie sich in innergeorgische Angelegenheiten einmischten und versuchen, die georgische Regierung zu stürzen oder zumindest zu destabilisieren? Wer ist Aggressor und wer ist Opfer? Sind die Russen vielleicht doch die edlen Ritter, die den bedrängten Südosseten zu Hilfe eilen? Oder darf dies nicht wahr sein, weil die USA das Gegenteil verlautbaren?
Wo ist der neutrale Berichterstatter, der uns Aufklärung bringt?
Mittwoch, 6. August 2008
Bad News
Hurra, unsere Atomkraftwerke sollen noch weitere 14 Jahre am Netz bleiben!
Danke, Atomlobby, prima eingefädelt! Warum auch auf alternative Energien setzen? Wo wir doch sowieso schon eine erhöhte Uran-Konzentration im Trinkwasser haben? Spielt es da überhaupt noch eine Rolle, ob das Gift nun aus der Luft oder dem Boden kommt?
Ist doch ohnehin alles verseucht, möchte man meinen...
Alles ist vergiftet.
Danke, Atomlobby, prima eingefädelt! Warum auch auf alternative Energien setzen? Wo wir doch sowieso schon eine erhöhte Uran-Konzentration im Trinkwasser haben? Spielt es da überhaupt noch eine Rolle, ob das Gift nun aus der Luft oder dem Boden kommt?
Ist doch ohnehin alles verseucht, möchte man meinen...
Alles ist vergiftet.
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"We Feed The World"
Habe gestern den vielzitierten und allseits diskutierten Film über industrialisierte Nahrungsmittelproduktion gesehen.
Keine Frage, ich fühle mich auf jeden Fall schuldig im Sinne der Anklage. Brasilianische Regenwälder werden abgeholzt, um unsere Hühner mit Sojafutter zu mästen. Engagierte Fischer werden von schwimmenden Fischfabriken ausgebootet, weil wir im Supermarkt nur die billigsten Lebensmittel kaufen.
Woran aber liegt das? Würden wir nicht alle nur noch Bio-Produkte wählen, wenn wir sie bezahlen könnten? Ist das eine bequeme Ausrede? Sollten wir nicht bereit sein, einen größeren Teil unseres Einkommens für Nahrung auszugeben? Und dafür auf andere Dinge zu verzichten?
Schlimm ist auch, daß es keine 100%ig richtige Lösung zu geben scheint. Kaufe ich Eier aus Körnerfütterung, rette ich damit den Regenwald und das Klima, vergifte aber eventuell mich selbst, weil der Boden mit Dioxin verseucht ist. Spende ich für hungernde Menschen in Afrika oder Südamerika, sichere ich deren Überleben, unterstütze jedoch zugleich skrupel- und gewissenlose Machthaber, die trotz hoher Staatseinkünfte aus dem Verkauf von Erdöl, Diamanten oder Zuckerrohr kein Geld für die notleidende Bevölkerung erübrigen.
Das ist auch eine sehr komfortable Entschuldigung: Weil ich die Welt nicht auf einen Schlag und in Gänze verbessern kann, tue ich lieber gar nichts! Ist es da noch verwunderlich, daß sich nichts ändert?
Wie lautet nun das Fazit? Was ist zu tun? - Jeder von uns entscheidet tagtäglich, was ihm wirklich wichtig ist.
Prioritäten lenken Leben.
Keine Frage, ich fühle mich auf jeden Fall schuldig im Sinne der Anklage. Brasilianische Regenwälder werden abgeholzt, um unsere Hühner mit Sojafutter zu mästen. Engagierte Fischer werden von schwimmenden Fischfabriken ausgebootet, weil wir im Supermarkt nur die billigsten Lebensmittel kaufen.
Woran aber liegt das? Würden wir nicht alle nur noch Bio-Produkte wählen, wenn wir sie bezahlen könnten? Ist das eine bequeme Ausrede? Sollten wir nicht bereit sein, einen größeren Teil unseres Einkommens für Nahrung auszugeben? Und dafür auf andere Dinge zu verzichten?
Schlimm ist auch, daß es keine 100%ig richtige Lösung zu geben scheint. Kaufe ich Eier aus Körnerfütterung, rette ich damit den Regenwald und das Klima, vergifte aber eventuell mich selbst, weil der Boden mit Dioxin verseucht ist. Spende ich für hungernde Menschen in Afrika oder Südamerika, sichere ich deren Überleben, unterstütze jedoch zugleich skrupel- und gewissenlose Machthaber, die trotz hoher Staatseinkünfte aus dem Verkauf von Erdöl, Diamanten oder Zuckerrohr kein Geld für die notleidende Bevölkerung erübrigen.
Das ist auch eine sehr komfortable Entschuldigung: Weil ich die Welt nicht auf einen Schlag und in Gänze verbessern kann, tue ich lieber gar nichts! Ist es da noch verwunderlich, daß sich nichts ändert?
Wie lautet nun das Fazit? Was ist zu tun? - Jeder von uns entscheidet tagtäglich, was ihm wirklich wichtig ist.
Prioritäten lenken Leben.
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Donnerstag, 31. Juli 2008
Pressefreiheit bei den Olympischen Spielen
Bravo, IOC! Das habt Ihr ja prima hingekriegt: Peking erhält den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2008 und darf nach Lust und Laune die internationale Presse durch Zensurmaßnahmen gängeln.
- So war das gar nicht geplant? - Ach nein, wie schön, welch hehre Vorsätze das Olympische Komitee ursprünglich hatte. Alles sollte frei und friedlich vonstatten gehen. Nur leider kam dann Tibet dazwischen. Und plötzlich wurde klar, daß die chinesische Regierung sich keinen Deut um westliche Demokratievorstellungen schert. Überraschung! Aber gut, seitdem zogen einige Monate ins Land, die Total-Boykottdrohungen sind mittlerweile vom Tisch, man könnte ja eventuell der Eröffnungsfeier fernbleiben?
- Wenn das kein Zeichen von Entschlossenheit ist! - Lieber läßt man sich von den chinesischen Machthabern vorführen, man hat ja ohnehin keine Wahl. Schließlich wollen wir doch den Sportlern ihr wunderbares Event nicht kaputtmachen. Und den Sponsoren sowie dem IOC nicht das einträgliche Geschäft. Oder den ausländischen Investoren nicht ihre Milliardengewinne am chinesischen Markt.
Die Weltmacht China darf also nach Belieben unsere Politiker an der Nase herumführen. Wer aufmuckt oder offenkundig zuwiderhandelt, wird mit diplomatischer Nichtbeachtung und gegebenenfalls Wirtschaftssanktionen abgestraft - wir erinnern uns an den Besuch des Dalai Lama in Deutschland oder die Kritik des französischen Präsidenten an der chinesischen Tibetpolitik.
Daß sich aber auch die Sportfunktionäre diesem Druck beugen, ist unverständlich. Mangel an Rückgrat muß man das nennen. Warum sonst gibt es keinen Aufschrei unter den verantwortlichen Organisatoren? Ein bedauerndes Schulterzucken, ein "Da kann man leider nichts machen". Und das war's?
- Wozu denn die ganze Aufregung? China hat ja den Journalisten eine ungehinderte Sportberichterstattung zugesichert, wo liegt das Problem? Es geht doch nur um Sport, oder? - Nein, nicht ganz, liebe Freunde. Irgendwann einmal in grauer Vorzeit gab es da den Gedanken der Völkerverständigung und des friedlichen Miteinanders, der durch die Spiele gefördert und verbreitet werden sollte.
Was ist davon geblieben?
- So war das gar nicht geplant? - Ach nein, wie schön, welch hehre Vorsätze das Olympische Komitee ursprünglich hatte. Alles sollte frei und friedlich vonstatten gehen. Nur leider kam dann Tibet dazwischen. Und plötzlich wurde klar, daß die chinesische Regierung sich keinen Deut um westliche Demokratievorstellungen schert. Überraschung! Aber gut, seitdem zogen einige Monate ins Land, die Total-Boykottdrohungen sind mittlerweile vom Tisch, man könnte ja eventuell der Eröffnungsfeier fernbleiben?
- Wenn das kein Zeichen von Entschlossenheit ist! - Lieber läßt man sich von den chinesischen Machthabern vorführen, man hat ja ohnehin keine Wahl. Schließlich wollen wir doch den Sportlern ihr wunderbares Event nicht kaputtmachen. Und den Sponsoren sowie dem IOC nicht das einträgliche Geschäft. Oder den ausländischen Investoren nicht ihre Milliardengewinne am chinesischen Markt.
Die Weltmacht China darf also nach Belieben unsere Politiker an der Nase herumführen. Wer aufmuckt oder offenkundig zuwiderhandelt, wird mit diplomatischer Nichtbeachtung und gegebenenfalls Wirtschaftssanktionen abgestraft - wir erinnern uns an den Besuch des Dalai Lama in Deutschland oder die Kritik des französischen Präsidenten an der chinesischen Tibetpolitik.
Daß sich aber auch die Sportfunktionäre diesem Druck beugen, ist unverständlich. Mangel an Rückgrat muß man das nennen. Warum sonst gibt es keinen Aufschrei unter den verantwortlichen Organisatoren? Ein bedauerndes Schulterzucken, ein "Da kann man leider nichts machen". Und das war's?
- Wozu denn die ganze Aufregung? China hat ja den Journalisten eine ungehinderte Sportberichterstattung zugesichert, wo liegt das Problem? Es geht doch nur um Sport, oder? - Nein, nicht ganz, liebe Freunde. Irgendwann einmal in grauer Vorzeit gab es da den Gedanken der Völkerverständigung und des friedlichen Miteinanders, der durch die Spiele gefördert und verbreitet werden sollte.
Was ist davon geblieben?
Mittwoch, 23. Juli 2008
Tricastin, Romans-sur-Isère, Saint-Alban oder: Der Mythos von der sicheren Atomenergie
So so, Atomenergie ist also sicher? Die "Energie der Zukunft" gar? Und umweltfreundlich?
- Tja, pardon, Monsieur Sarkozy, schade, CDU... Warum nur häufen sich dann derzeit die Zwischenfälle in französischen Atomanlagen?
Sind die bösen Medien schuld, die plötzlich jedes noch so "ungefährliche Ereignis" zur Beinahe-Katastrophe hochstilisieren, im Kampf gegen die "saubere" Atomenergie?
Und damit den Atomstromlobbyisten ihren wunderschönen PR-Schachzug "Zurück zur Atomenergie" vermiesen?
- Gut, daß wir sie haben, unsere unverbesserlichen Umweltaktivisten und investigativen Journalisten! Auch wenn letztere an dieser Stelle (ob diverser Sprachpannen) oft kritisiert werden, sind sie dennoch unabkömmlich für Information und freie Meinungsbildung.
Und sie verschweigen uns auch nicht die Tatsache, daß wir abhängig sind von Öl und Uran. Noch immer. Wann endlich kommt die vielbeschworene "Wende in der Energiepolitik", die nicht durch Subvention von Biodiesel alles noch schlimmer macht?
Wir warten, liebe Politiker!
- Tja, pardon, Monsieur Sarkozy, schade, CDU... Warum nur häufen sich dann derzeit die Zwischenfälle in französischen Atomanlagen?
Sind die bösen Medien schuld, die plötzlich jedes noch so "ungefährliche Ereignis" zur Beinahe-Katastrophe hochstilisieren, im Kampf gegen die "saubere" Atomenergie?
Und damit den Atomstromlobbyisten ihren wunderschönen PR-Schachzug "Zurück zur Atomenergie" vermiesen?
- Gut, daß wir sie haben, unsere unverbesserlichen Umweltaktivisten und investigativen Journalisten! Auch wenn letztere an dieser Stelle (ob diverser Sprachpannen) oft kritisiert werden, sind sie dennoch unabkömmlich für Information und freie Meinungsbildung.
Und sie verschweigen uns auch nicht die Tatsache, daß wir abhängig sind von Öl und Uran. Noch immer. Wann endlich kommt die vielbeschworene "Wende in der Energiepolitik", die nicht durch Subvention von Biodiesel alles noch schlimmer macht?
Wir warten, liebe Politiker!
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Donnerstag, 5. Juni 2008
Feindio! Mordio! - Keine Erleichterung?
Kaum zu glauben: Weil die Verantwortlichen im slowenischen Atomkraftwerk Krsko nach einer Unregelmäßigkeit das EU-weite Informationssystem zu Unrecht strapazierten, sehen sie sich plötzlich allgemeiner Kritik ausgesetzt.
Gut, es mögen ein paar Pannen passiert sein: Kühlwasser ausgetreten, falsches Formular ausgefüllt, Alarm ausgelöst... Aber mal ehrlich, sollten wir es nicht honorieren, daß man uns überhaupt informiert hat, wo doch sonst derlei Zwischenfälle für gewöhnlich unter den Teppich gekehrt werden?
Ist es nicht vielmehr löblich, mit welchem Übereifer die Slowenen versuchten, alles richtig zu machen? Warum das Ganze nicht als Übung für den (hoffentlich fernen!) Ernstfall betrachten?
Eine Art Probealarm, der zeigt, wie gut das Warnsystem doch funktioniert. Und was noch zu verbessern ist. Auch wenn sich die Frage stellt, ob uns das tatsächlich etwas nützen würde. Auf lange Sicht hilft hier nur die Abschaltung sämtlicher AKWs, aber derzeit mangelt es noch an ernstzunehmenden Alternativen, die eine lückenlose Versorgung garantieren könnten.
Bleibt festzuhalten: Lieber hundertmal falscher Alarm als einmal Super-GAU, oder?
Gut, es mögen ein paar Pannen passiert sein: Kühlwasser ausgetreten, falsches Formular ausgefüllt, Alarm ausgelöst... Aber mal ehrlich, sollten wir es nicht honorieren, daß man uns überhaupt informiert hat, wo doch sonst derlei Zwischenfälle für gewöhnlich unter den Teppich gekehrt werden?
Ist es nicht vielmehr löblich, mit welchem Übereifer die Slowenen versuchten, alles richtig zu machen? Warum das Ganze nicht als Übung für den (hoffentlich fernen!) Ernstfall betrachten?
Eine Art Probealarm, der zeigt, wie gut das Warnsystem doch funktioniert. Und was noch zu verbessern ist. Auch wenn sich die Frage stellt, ob uns das tatsächlich etwas nützen würde. Auf lange Sicht hilft hier nur die Abschaltung sämtlicher AKWs, aber derzeit mangelt es noch an ernstzunehmenden Alternativen, die eine lückenlose Versorgung garantieren könnten.
Bleibt festzuhalten: Lieber hundertmal falscher Alarm als einmal Super-GAU, oder?
Samstag, 19. Januar 2008
Wider die Zerdehnung der gespannten Kurzvokale!
Es heißt nicht "Schooohkolade", sondern "Schokolade", nicht "Krooohkodil", sondern "Krokodil", nicht "Pooohlitik", sondern "Politik", und auch nicht "Pooohlizei", sondern "Polizei"!!!
Und liebe Frau Sonia Mikich vom WDR-Magazin Monitor: Es heißt nicht "Mooohnitor"!
Anstelle eines Kurzvokals einen Langvokal zu artikulieren, zeugt weder von Vornehmheit noch von geistiger Überlegenheit, es ist schlichtweg falsch!
Doch es gibt auch positive Ausnahmen: Mein Dank gilt den Kollegen von arte, die eine "Dokumentation" auch als solche ankündigen.
Und liebe Frau Sonia Mikich vom WDR-Magazin Monitor: Es heißt nicht "Mooohnitor"!
Anstelle eines Kurzvokals einen Langvokal zu artikulieren, zeugt weder von Vornehmheit noch von geistiger Überlegenheit, es ist schlichtweg falsch!
Doch es gibt auch positive Ausnahmen: Mein Dank gilt den Kollegen von arte, die eine "Dokumentation" auch als solche ankündigen.
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